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PDF Ebook König der Könige: Eine Parabel der Macht (Die Andere Bibliothek, Band 123), by Ryszard KapuÅ›ciÅ„ski

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Über den Autor und weitere Mitwirkende

Ryszard Kapuscinski, 1932 in der Kleinstadt Pinsk geboren, gilt als »Reporter des Jahrhunderts«. Jahrzehntelang war er in Asien, Amerika und Afrika als Korrespondent und reisender Schriftsteller unterwegs. Seine Werke wurden in viele Sprachen übersetzt, in der Anderen Bibliothek sind erschienen: »Der Fußballkrieg« (Band 71), »Imperium« (Band 104), »König der Könige« (Band 123), »Afrikanisches Fieber« (Band 177). Ryszard Kapuscinski starb 75-jährig im Januar 2007.

Produktinformation

Gebundene Ausgabe: 270 Seiten

Verlag: Die Andere Bibliothek; Auflage: 6. (24. April 1997)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3821847085

ISBN-13: 978-3821847085

Größe und/oder Gewicht:

13,4 x 2,9 x 21,9 cm

Durchschnittliche Kundenbewertung:

3.9 von 5 Sternen

20 Kundenrezensionen

Amazon Bestseller-Rang:

Nr. 570.411 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Gerade die zuletzt erhobene Kritik, Ryszard Kapuściński habe seine Reportagen "weit in das Gebiet der Literatur ausgedehnt", er habe "die Fakten seinem erzählerischen Ziel untergeordnet" macht ihn als Autor für mich besonders interessant. Das unterscheidet ihn vom Journalisten, der literarischen Ansprüchen nicht gerecht wird und vom bloß faktenbezogenen Historiker. Beides kann man mögen, beides hat auch gewiss seine Berechtigung, ja Notwendigkeit, aber es ist eben nicht das, was Kapuścińsk gerade ausmacht. Ich war bei der Lektüre schlichtweg begeistert von der Idee an sich, fiktive Personen sprechen zu lassen, von der Feinheit der Konstruktion. Das schriftstellerische Konzept, der Fiktion als Stilmittel, erschien mir schlüssig und offenbar - den Vorwurf der Unredlichkeit des Autors kann ich nicht teilen.Für mich ist die hier vorliegende literarische "Parabel der Macht" eine DER großen Vertreterinnen dieses Genres und ich wünsche ihr viele Leser*innen - da gibt es viel zu lernen dabei!

Das Buch hat ein polnischer Journalist 1978 verfasst, kurz nach der Revolution von 1974. Ich war in der zweiten Hälfte der 70er Jahre selbst dienstlich in Äthiopien. Das Buch ist aus der Sicht der damaligen Lakaien des Kaisers geschrieben und extrem spannend.

Alles bestens OK! Vielen DANK!Bin sehr zufrieden.Artikel gefällt gut! Guter Inhalt! Gute Qualität und passender Preis.Gruß, H.V.

ein ganz tolles Buch, spannend zu lesen, es kommt daher wie ein Märchen, ist aber so aktuell wie es nur sein kann

Kapuscinski schildert die absolute Monarchie Haile Selassies aus der Sicht seiner Palastdiener. Die gedankliche und sprachliche Qualität der Äußerungen seiner Interviewpartner stellt alles in den Schatten, was man sonst aus dem Bereich der "oral history" kennt, und deutet auf erhebliche Nachbearbeitungen hin. Dies ist gewollt und es wäre wohl sinnlos, hinter der Parabel die historische Wahrheit zu suchen. Die Behauptung, hier habe einer das Wesen der Macht erkannt, greift eindeutig zu weit. Vielmehr zeigt Kapuscinski das Wesen einer erstarrten Macht, deren einziges Ziel die Machterhaltung ist, während das so beherrschte Volk völlig aus dem Blickfeld geraten ist. Der gesamte Hofstaat beschäftigt sich mit dem Konkurrenzkampf um persönliche Ehre, die gleich der Nähe zur Macht ist, während der Kaiser selbst ebenfalls damit zufrieden ist, dass sein Rang respektiert wird. Auch Korruption erscheint hier in einem anderen Licht: wer die Möglichkeit dazu hat, beweist damit seinen Status. Zu Sachentscheidungen ist ein solches Regime allerdings nicht fähig. Bizarr schließlich, wie dieser Kaiser gestürzt wird: selbstverstänfdlich "im Namen des Kaisers", womit sein Rang als der, von dem alle Entscheidungen ausgehen, hinreichend gewahrt wird.

Haile Selassie ist ein unglaublicher Führer der III. Welt. Er hält sich an der Macht, spielte jede Karte richtig und am Ende stürzt er doch. Kapudcinski spürt alte Hofdiener auf und läßt sie erzählen. Sie zeichnen ein Bild einer höfischen Gesellschaft, in der am Ende immer ein Mensch alles wußte, jeden manipulierte und sich aus jeder Schlinge rauszog: Haile Selassie. Die Art, wie die ehemaligen Diener den ex-Kaiser Äthiopiens beschreiben grenzt an Heiligenverehrung. Und in der Tat in Jamaika gilt er vielen Menschen als eine Art Gott. Das Buch konzentriert sich voll und ganz auf seine Regentschaft. Nur am Rande wird sein Leben nachgezeichnet.Wer sich für Afrika, Politik und Macht interessiert, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

Statt eine staubtrockene Reportage zu schreiben, lässt Kapuscinski die Großen und Kleinen des äthiopischen Hofes in kurzen fiktionalen, aber auf realen Interviews basierenden Berichten zu Wort kommen. Es wird deutlich, dass der Kaiser zwar alles zum Erhalt der Macht Notwendige tat bzw. unterließ, jedoch letztlich nicht den stürmischen Veränderungen des 20. Jahrhunderts standhalten konnte.Anregend und spannungsreich wird unterdessen der überbordende Byzantinismus von Hofleben und Protokoll auf der einen und die bittere Armut der breiten Massen auf der anderen Seite geschildert - und dies wiederum in einem Volk, das Träger einer tausendjährigen (christlichen) Hochkultur ist und dennoch technologisch zu den rückschrittlichsten der Welt zählt. Lesenswert in Form gebracht wird dieser Inhalt schließlich durch die feinsinnige und menschenfreundliche Ironie, welche zu den großen Stärken des polnischen Autors zählt.

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apriyanti fiiegy

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